Gedenkstätten in Baden-Württemberg

 

Besucherstatistik 2014 der Gedenk- und Erinnerungsstätten in BW

Thomas Stöckle (Mitte, mit Schal), der Leiter der Gedenkstätte Grafeneck, bei einer Führung vor dem Dokumentationszentrum in Grafeneck. (Foto: Frank Wagner)
Thomas Stöckle (Mitte, mit Schal), der Leiter der Gedenkstätte Grafeneck, bei einer Führung vor dem Dokumentationszentrum in Grafeneck. (Foto: Frank Wagner)

2014 - Erneuter Besucherrekord in den Gedenk- und Erinnerungsstätten in Baden-Württemberg

2014 haben 309.878 Besucher die Gedenk- und Erinnerungsstätten in Baden-Württemberg besucht. Dies ergab eine Erhebung der Landeszentrale für politische Bildung, an der sich 64 Gedenk- und Erinnerungsstätten aus Baden-Württemberg beteiligten. Damit liegt die Besucherzahl knapp über derjenigen des Vorjahres.

In Baden-Württemberg erwartet die Besucher eine vielfältige Gedenk- und Erinnerungsstätten- Landschaft. An authentischen historischen Orten wird an jüdisches Leben vor dessen Auslöschung durch den Nationalsozialismus erinnert, an die Verfolgung der deutschen Sinti und Roma, an die NS-„Euthanasie“-Verbrechen, Konzentrationslager und Zwangsarbeit sowie an den Widerstand. Darüber hinaus thematisieren die Gedenk- und Erinnerungsstätten auch die Demokratiegeschichte Deutschlands: Sie widmen sich Persönlichkeiten wie Friedrich Ebert oder Theodor Heuss sowie dem  Kampf um Freiheit in der deutschen Geschichte. Eine Besonderheit ist auch das einzige westdeutsche DDR-Museum in Pforzheim.

Spitzenreiter bei den Besucherzahlen waren 2014 die Gedenk- und Erinnerungsstätten zu Demokratiegeschichte und Freiheitsbewegungen. Hier wurden erstmals mehr als 100.000 Besucher gezählt. Einen Zuwachs registrierten auch die Gedenkstätten an Standorten ehemaliger Konzentrationslager sowie das DDR-Museum in Pforzheim.

Rund 28 Prozent der Besucher der Gedenk- und Erinnerungsstätten im vergangenen Jahr waren Kinder und Jugendliche. An den KZ-Gedenkstätten, an der Gedenkstätte Grafeneck und an der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg machten sie jedoch deutlich mehr als die Hälfte der Besucher aus. Um mehr Kinder und Jugendliche für die Gedenk- und Erinnerungsstätten zu interessieren, waren dort 2014 mehr als 100 ehrenamtliche „Jugendguides“ aktiv. Die Anzahl der pädagogischen Angebote an Gedenkstätten konnte ausgebaut werden.

Die mehrheitlich ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter der Gedenk- und Erinnerungsstätten veranstalteten 2014 mehr als 6.100 Führungen und organisierten 875 weitere Veranstaltungen an ihren Gedenk- und Erinnerungsstätten; zudem fanden mehr als 2200 Beratungs- und Informationsgespräche statt.

Besucherzahlen 2014:


Auszug aus einer Powerpoint-Präsentation zur Nutzungserhebung / Besucherstatistik 2014 bei der LAGG Jahresversammlung 2015 (Autorinnen: Svenja Bauer-Blaschkowski, Sybille Thelen)

Download der Besucherstatistik 2014 / Nutzungserhebung Gedenk- und Erinnerungsstätten in Baden-Württemberg (LAGG Jahresversammlung März 2015, Svenja Bauer-Blaschkowski) (PDF, 120 KB)