Gedenkstätten in Baden-Württemberg

 

Hintergrundinformation - Vom Attentat bis zur Ermordung

 

 


Das Attentat auf Adolf Hitler 1939

Georg Elser hat früh in seinem Leben ein ausgeprägtes Freiheitsgefühl und Unabhängigkeitsstreben entwickelt –Überzeugungen, die von den Nationalsozialisten extrem eingeschränkt wurden. Deshalb lehnt Elser das rechte Gedankengut von Anfang an ab. Er verweigert sogar konsequent den „Hitlergruß“, was seine Ablehnung auch in der Öffentlichkeit deutlich zum Ausdruck bringt.

Der gelernte Schreiner ist sich im September 1938 sicher, dass ein Weltkrieg – angezettelt durch die Nationalsozialisten – unvermeidbar ist. Deshalb beschließt Elser, die führenden Personen Hitler, Goebbels und Göring umzubringen, um das deutsche Volk und die ganze Welt zu retten. Mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 beginnt der Zweite Weltkrieg, und Georg Elser sieht sich in seinem Vorhaben bestärkt.

Monatelang bereitet er den Anschlag akribisch vor. Bei seinem Arbeitgeber, der Heidenheimer Armaturenfabrik, lässt er 250 Presspulverstücke mitgehen. Um an Sprengstoff zu gelangen, beginnt er eine Arbeit beim Steinbruch in Königsbronn. Von August 1939 an lebt Elser in München, um das Attentat im Bürgerbräukeller vorbereiten zu können.

Für die Bombe baut Elser extra zwei Uhrwerke als Zeitzünder ein. Am 8. November 1939 um 21:20 Uhr soll sie explodieren. Doch Adolf Hitler spricht an diesem Tag kürzer als erwartet. Er beendet um 21:07 Uhr seine Ansprache. Wenige Minuten später stürzt genau an der Stelle des Rednerpults die gesamte Decke hinab. Acht Personen sterben und über 60 werden verletzt. Doch Adolf Hitler ist dem Attentat unverletzt entkommen.

Verurteilung und Ermordung

Georg Elser wird bereits vor der Detonation in Konstanz an der Grenze zur Schweiz vom Zoll festgehalten – beim Versuch sich illegal abzusetzen. Als die Polizei die Meldung des Bombenanschlags erhält, wird Elser durch einige Gegenstände in seiner Tasche verdächtig. Sofort wird er von der Gestapo nach München gebracht und dort verhört sowie gefoltert. Fünf Tage nach seiner Tat legt er ein Geständnis ab.

Die führenden Nationalsozialisten wollen Elser und seine Tat für einen Schauprozess nutzen und verlegen den Attentäter 1940 als „Sonderhäftling“ in das Konzentrationslager Sachsenhausen. Dort wird er fast sechs Jahre vollkommen isoliert festgehalten. Als klar wird, dass die Nationalsozialisten den Krieg nicht mehr gewinnen können, wird Georg Elser am 9. April 1945 im Konzentrationslager Dachau erschossen. Um die Spuren zu verwischen, wird seine Leiche umgehend verbrannt.


 

 

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Ausstellung Georg Elser

 

Die Ausstellung ist vom 8. Mai bis 14. Juni 2018 in Stuttgart zu sehen.
Download des Fylers
weitere Informationen

Hinweis: Aus der Schriftenreihe der Georg Elser Gedenkstätte in Königsbronn ist der Band 15: "Georg Elser im Kino" erschienen. Weitere Informationen

 
 
 
 
 

Kontakt Ausstellung Elser

 

Abt. Demokratisches Engagement
Irene Rüber
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70173 Stuttgart
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Fax: 0711/16 40 99 763
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