Gedenkstätten in Baden-Württemberg

 

Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg (LAGG)

Die Gedenkstätten in Baden-Württemberg haben sich 1995 zur Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten (LAG) zusammengeschlossen. Damals umfasst die LAG weniger als 20 Gedenkstätten.

In der Zwischenzeit hat der Verbund einen deutlichen Zuwachs erfahren. In der Arbeitsgemeinschaft sind heute etwa 70 Gedenkstätten vertreten. Auch Gedenkstätteninitiativen haben sich der Organisation angeschlossen, die sich inzwischen Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg nennt.

Die LAGG trifft sich einmal im Jahr zur Delegiertenversammlung im Tagungszentrum der LpB, im Haus auf der Alb in Bad Urach zum Austausch. Alle zwei Jahre wählen die Delegierten aus ihrer Mitte heraus den Sprecherrat. Dieses Gremium vertritt die Anliegen der Gedenkstätten im Land.

Die Präambel der Geschäftsordnung der LAGG beschreibt die Aufgaben, denen sich die LAGG und ihrer Mitgliedsgedenkstätten und -gedenkstätteninitiativen verpflichtet sehen:
Erinnerung an Unterdrückung, an Verfolgung, Ermordung und Vernichtung von Menschen unter der Herrschaft des Nationalsozialismus zählt zu den wesentlichen Bestandteilen unserer politischen Kultur.

Die Erinnerung an Widerstand und die Verweigerung gegenüber dem nationalsozialistischen Verbrecherregime ist unverzichtbarer Teil der Erziehung zu Demokratie und Achtung der Menschenwürde. Orte, die mit Spuren des historischen Geschehens unter dem Nationalsozialismus konfrontieren oder mit solchen geschichtlichen Vorgängen verbunden sind, eignen sich in besonderer Weise als Veranschaulichungspunkte für Erinnerung. Solche Stätten können durch sinnliche Wahrnehmung Wissen und Einsicht vermitteln und bieten Raum für Trauer und Gedenken.

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen (LAGG) fördert die Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen in Baden-Württemberg, die die Erinnerung an Verfolgung und Widerstand während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft als ein Zentrales Element ihrer Arbeit verstehen.

Mitglieder in der LAGG können alle Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen werden, die sich bei ihrer Tätigkeit von folgenden Grundsätzen leiten lassen:

  • Gedenken und Erinnerung an das Leiden der Opfer von Verfolgung und Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime;
  • Verständigung und Versöhnung mit den Völkern, die unter dem Nationalsozialismus gelitten haben;
  • Eintreten gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus;
  • Förderung des Gesprächs zwischen Zeitzeugen und Nachlebenden über ihre Erfahrung aus Geschichte und Politik mit dem Ziel einer neuen Dialogfähigkeit.

Die LAGG vertritt gemeinsame Interessen Ihrer Mitglieder gegenüber dem Land Baden-Württemberg und den Kommunen. Die LAGG kooperiert über die Landesgrenzen hinaus mit Einrichtungen, Organisationen und Verbänden, die vergleichbare Zielsetzungen haben


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Stellungnahme

der LAGG BW zur AfD-Geschichtspolitik

Auf der Jahresdelegiertenkonferenz der LAGG in Bad Urach im März 2017 verabschiedeten die Delegierten einstimmig eine Stellungnahme zur AfD-Geschichtspolitik, die die vielfältige Erinnerungskultur und die historisch-politische Bildungsarbeit im Land angegriffen hatten. (Pressemitteilung der LAGG)
Download der Stellungsnahme als PDF

Das Antwortschreiben der AfD-Fraktion vom 23. März 2017 auf die Stellungnahme der LAGG BW:
Download des Briefes der AfD-Fraktion als PDF

 

LAGG Sprecherrat 2018

 
Der neue Sprecherrat (v. links n. rechts): Felix Köhler, Martin Ulmer, Andrea Hoffend, Marco Brenneisen, Thomas Stöckle, Nicola Wenge, Getrud Graf, Jost Grosspietsch

Bei der Jahresversammlung der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen (LAGG) wurde im April 2018 der Sprecherrat neu gewählt. Dem Gremium gehören 8 Mitglieder an und wird jeweils für zwei Jahre gewählt.
LAGG-Sprecherrat

 
 
 
 
 

Bündnis für eine demokratische Gesellschaft

 

Der Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb hat mit seinen 11 Mitgliedsinitiativen eine Erklärung für ein breites Bündnis für eine demokratische Gesellschaft verfasst.
Download der Erklärung "Bündnis für eine demokratische Gesellschaft"